ora2know
The German Oracle Database Community
Hier spricht ora2know!

Liebe Freunde von ora2know!

alles neu macht der Mai. Und so arbeiten wir aktuell auch an einigen Neuerungen. Die ersten Episoden unseres Podcasts „O wie Datenbank“ sind schon live und die Überarbeitung der Webseite ist in den letzten Zügen.

O wie Datenbank – unser neuer Oracle-Podcast ist live!

Seit über zehn Jahren trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast rund um das Thema Oracle-Datenbanken zu starten. Verschiedene Anläufe, unter anderem im Rahmen der DOAG, scheiterten leider über die Jahre. Mit der Gründung von Ora2Know kam die Idee jedoch zurück auf die Agenda – und diesmal haben wir sie in die Tat umgesetzt.

 

Wie alles begann

Der Vorstand von ora2know hat sich von Anfang an dazu entschlossen, das Projekt zu unterstützen und voranzutreiben. Den entscheidenden Schub gab ein sechsstündiger Workshop zum Thema Podcasting bei dem Podcast Spezialisten Ingo Notthoff von Ton.Eins in Hürth (https://toneins.de/). Gemeinsam mit Ingo haben Oliver, Robert und ich dort die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten und den Spaß rund ums Podcasting kennengelernt und vertieft.

 

Das Format

Herausgekommen ist "O wie Datenbank" – der Oracle-Podcast von Ora2Know. In der Regel hosten Robert Marz oder ich die Episoden. Oliver Pyka übernimmt die Rolle des Podcast-Direktors und sorgt dafür, dass keine größeren Missgeschicke oder Fehler durch die Qualitätskontrolle rutschen.

 

Die ersten Episoden

12. Mai – Episode 0 / Teaser: Ab sofort bei allen gängigen Podcast-Anbietern verfügbar

19. Mai – Episode 1: "Muss ich nach Oracle 26 migrieren?"

 

Mitmachen und Feedback

Ich hoffe, euch macht das Hören genauso viel Spaß, wie uns das Aufzeichnen macht! Abonniert den Podcast, damit ihr keine Episode verpasst. Kommentare, Anregungen und Themenwünsche nehmen wir jederzeit gerne über die Ora2Know-Website entgegen – wir freuen uns über jede Rückmeldung aus der Community.

 

"O wie Datenbank" ist bei allen gängigen Podcast-Anbietern verfügbar. Einfach nach "O wie Datenbank" oder "ora2know" suchen.

(Johannes Ahrends)

Rückblick: OUGN 2026: Austausch auf See

Mitte April besuchte ich die Konferenz der Norwegian Oracle User Group (OUGN) – und das an einem Ort, der für Konferenzen unüblich ist: zwei Tage auf der Fähre zwischen Oslo und Kiel. Klingt erstmal seltsam, funktioniert aber erstaunlich gut. Die kompakte Umgebung sorgt natürlich dafür, dass man schnell ins Gespräch kommt und auch bleibt. 

 

Die OUGN ist eine klassische User-Group-Konferenz – getragen von der Community, mit klarem Fokus auf Erfahrungsaustausch und Praxis. Genau das merkt man auch im Programm: viele Sessions mit konkreten Projekterfahrungen, wenig Marketing. Themen wie AI, Datenbanken, Entwicklung und Architektur waren breit vertreten. Ich durfte auch zum Programm beitragen:

 

Im ersten Vortrag „TNS Connections – What Could Possibly Go Wrong?“, mit Martin Klier, ging es um ein Thema, das viele aus dem Alltag kennen – und oft unterschätzen. Anhand konkreter Beispiele haben wir gezeigt, wie unterschiedlich die Ursachen für Probleme bei TNS-Verbindungen sein können: von Firewalls und TCP-Timeouts über SCAN- und Listener-Konfigurationen bis hin zu Versionsunterschieden zwischen Client und Datenbank. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zu schaffen – und vor allem praktische Ansätze für Troubleshooting und stabile Setups mitzugeben.

 

Der zweite Vortrag „Modeling Material Flow as a Graph in Oracle 26ai: Practical First Steps“ entstand gemeinsam mit Hans Viehmann von Oracle. Hier haben wir uns mit der Frage befasst, wie sich Materialflüsse in der Lagerlogistik mithilfe von Graph-Technologie modellieren lassen. Ausgangspunkt war ein konkreter Anwendungsfall aus der Praxis: die Steuerung von Warenbewegungen in komplexen Lagerstrukturen. Wir haben gezeigt, wie sich aus einem bestehenden Datenmodell ein Property Graph ableiten lässt und wie sich darauf aufbauend Analysen – etwa zur optimalen Wegfindung – umsetzen lassen. Ein Fokus lag darauf, wie schnell sich auch mit begrenzter Graph-Erfahrung erste Schritte umsetzen lassen.

 

Neben den Sessions waren es aber vor allem die Gespräche zwischendurch, die den Besuch wertvoll gemacht haben. Durch das Format auf dem Schiff ergeben sich viele Gelegenheiten für direkten Austausch (es kann ja auch keiner weglaufen ...) – und genau das ist am Ende oft wertvoller als jede einzelne Folie.  

 

Mein Fazit: Die OUGN-Konferenz auf dem Schiff ist etwas besonderes, wenig Inszenierung, viel Substanz – und großartiges Networking.

 

(Axel vom Stein)

Oracle 19.31: Neues Gold-Image bringt Hoffnung auf einfacheres Patchen

Test, Test, Test. Nachdem sich das zweite Oracle Release Update des Jahres 2026 mehrfach verschoben hatte, konnten die lang erwarteten Patches schließlich Ende April beziehungsweise Anfang Mai endlich heruntergeladen werden. Doch schon der Weg dorthin zeigte einmal mehr: Oracle macht es Administratoren nicht immer leicht.

 

Kurz vor Veröffentlichung hatte Oracle erneut Änderungen an der Support-Seite vorgenommen. Dadurch war es zunächst gar nicht so einfach, die richtigen Seiten und Downloads zu finden. Besonders irritierend: Der bisher bekannte Patch Wizard half diesmal nicht weiter. Dort endete die Auswahl bei 19.30 beziehungsweise 19.29 – eine Version 19.31 war schlicht nicht vorhanden.

 

Der Grund scheint zu sein, dass Oracle diesen Bereich nicht mehr weiter pflegt. Stattdessen führt der Weg nun ausschließlich über den Menüpunkt „Patches". Wer die alte Oracle-Supportseite noch kennt, erinnert sich vermutlich an die oft mühsame Suche nach den richtigen Downloads – wenig intuitiv, selten elegant und häufig frustrierend.

 

Mit der aktuellen Version der Support-Seite hat sich das allerdings deutlich verbessert.

Der Ablauf funktioniert inzwischen überraschend komfortabel:

 

1. Über den Menüpunkt Patches das gewünschte Betriebssystem auswählen

    – in diesem Fall Linux x86-64.

2. Anschließend die passende Software suchen

    – beispielsweise Oracle Database Enterprise Edition.

3. Danach die gewünschte Version eingeben

    – hier also 19.31.

4. Nach einem Klick auf „Apply" erscheint automatisch eine Liste aller verfügbaren Release Updates.

 

Dort finden sich unter anderem:

·      Combo-Patches

·      Release Updates für Datenbank und Clusterware

·      Windows Patchsets

·      weitere zugehörige Komponenten

 

Besonders interessant wird es allerdings beim Blick auf die Paketgrößen:

 

 

 

Wer die Ergebnisliste nach der Größe der Pakete sortiert, entdeckt ein echtes Highlight: Oracle stellt tatsächlich ein vollständiges Gold-Image für Oracle 19c bereit. Das ist bemerkenswert, denn darin enthalten sind nicht nur:

 

·      das aktuelle Release Update,

·      das aktuelle JDK,

·      die OJVM-Komponenten,

·      sowie die Clusterware,

 

sondern zusätzlich rund 30 weitere Patches.

 

Damit entfällt ein erheblicher Teil der bisherigen manuellen Nacharbeiten nach einer Installation oder einem Home-Patching.

 

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Das Data Pump Bundle Patch fehlt weiterhin. Warum genau, ist bislang unklar.

 

Das neue Gold-Image lässt sich hervorragend mit AutoUpgrade kombinieren. Der Ablauf ist einfach:

 

·      ZIP-Datei in ein Patch-Verzeichnis entpacken

·      AutoUpgrade starten

·      altes Oracle Home und neues Zielverzeichnis angeben

·      Patch- beziehungsweise Installationsprozess automatisch durchführen lassen

 

Auch spezielle Anforderungen lassen sich direkt integrieren. Beispielsweise kann über AutoUpgrade gleichzeitig Unified Auditing aktiviert werden, sodass das klassische Auditing deaktiviert und vollständig auf Unified Auditing umgestellt wird. Zusätzlich wird automatisch ein Read-Only Oracle Home erzeugt.

 

Trotz kleiner Schwächen ist dieses neue Gold-Image ein großer Schritt nach vorne. Oracle erleichtert damit erstmals seit langer Zeit das Patchen und Aktualisieren von Oracle 19 deutlich spürbar.

 

Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht nur um eine einmalige Aktion handelt. Offiziell hat Oracle bislang keine Aussage dazu getroffen, ob zukünftige Release Updates ebenfalls als Gold-Images bereitgestellt werden.

 

Spannend wird das insbesondere vor dem Hintergrund der neuen monatlichen Critical Security Patch Updates. Sollte Oracle diesen Weg konsequent weitergehen, könnte theoretisch jeden Monat ein aktuelles Gold-Image erscheinen.

 

Das wäre tatsächlich einmal eine sehr erfreuliche Entwicklung für alle Datenbankadministratoren.

 

(Johannes Ahrends)

 

28. Mai – Quest Data Minds Konferenz in Köln

Bereits im letzten Jahr haben wir die QMDK mit Vorträgen unterstützt und auch dieses Mal sind wir (Johannes Ahrends und Robert Marz) bei der Konferenz mit Vorträgen rund um die Oracle AI Database 26ai dabei.

 

Weitere Infos und Registrierung:

https://www.quest.com/de-de/register/147635/

10. Juni – meet ora2know in Wertheim

Im Juni findet bei der Firma WAREMA in Wertheim eine weitere Nachmittagsveranstaltung statt.

Vorläufige Agenda:

  • Meet the Host – IT beim Sonnenlichtmanager Warema
  • Mission 26ai Upgrade on-prem – Oracle Upgrade bei Warema
  • AI bei Warema – unsere bisherigen Erfahrungen mit AI bei Warema

Anmeldung via email an meet-sued@ora2know.de 

Oracle-Termine

Findet ihr unter https://blogs.oracle.com/coretec/post/oracle-database-monthly-news-april-2026-quick-links#Events

Wir wünschen Euch eine gute Zeit!

Euer ora2know Vorstand
Markus, Axel, Johannes, Oliver, Robert, Martin

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